Bezirksverband der Kleingärtner in Schöneberg-Friedenau

Offene Gärten im Mai 2019 - Kolonie Bergfrieden

Zum ersten Mal machten wir mit am Tag der Offenen Gärten.
Als unsere zweite Vorsitzende Veronika Tasler im März bei der
Hauptversammlung den Vorschlag machte, dass wir,
Kolonie Bergfrieden, uns bei der Aktion "Offene Gärten" beteiligen
könnten, gingen viele Hände hoch mit der Zusage, mitzumachen.
Dennoch kamen zweifelnde Fragen: Sollen wir unsere Gärten Fremden öffnen?
Schön genug sind unsere Gärten, aber auch ordentlich genug?
In vielen Gärten wachsen Blumen, Kräuter, Gemüse, Büche und Bäume
in einem bunt, naturgemichten Nebeneinander.

Der Tag der Offenen Gärten ist eine wunderbare Gelegenheit,
Garteninteressierte kennenzulernen und über viele Themen zu reden: Gemüseanbau,
Baumschnitt, Bienen-, Insekten- und Vogelschutzschutz und die Aufgabe der Kolonien mit
ihren vielen Bäumen und Büschen für die Klimaverbesserung zu sorgen.
 


Die Gäste kamen von vielen Ecken Berlins und staunten über das riesige
Südgelände, nahe der S-Bahn Südkreuz, eine Schrebergärten-Oase mitten
in der Stadt. Einige waren ebenfalls Gärtner/Innen, die einen Garten hinter ihrem
Wohnhaus oder in der Nachbarkolonie haben.
Sogar Gartennachbar/Innen vom Weg nebenan kamen vorbei. Sie sagten: über den Zaun
können wir immer schaun, aber so richtig von Nahem, ist es noch anschaulicher.

Den Vögeln, lgeln, Insekten und Bienen gefällt das Angebot - den Gästen hoffentlich auch.
Und dann kamen sie: Die Gäste schauten und freuten sich, gaben uns Lob, was uns stolz und
auch verlegen machte. Das wissen alle: Die Gärten erfordern viel Arbeit und Liebe, aber das
größte Lob verdient immer noch die Natur selbst. Was man ihr gibt, bekommt man zurück.
Deshalb liegt es uns am Herzen, die Natur zu schützen, zu pflegen und zu erhalten - besonders
in unserer großen Stadt. Die Themen des Insekten- und Vogelsterbens bewegt uns genauso wie
das Klimaproblem. Wir Gärtner/Innen tun dagegen, was wir können.
 

Es gab interessante Gespräche und auch Überraschungen. Niemand hat die Puff- oder auch
Saubohne gekannt, die offenbar selten angebaut wird. Es mußte erklärt werden, wie die
ausgewachsenen Bohnen ausschauen und wie man sie zum Essen zubereitet.
Und eine Distel regte zur Disskussion: Ist diese elegante Pflanze eine Silberdistel?
Der Gast meinte, es sei eine Eselsdistel (und Wikepedia gab ihm recht).
Jetzt nennen wir sie Silber-Esels-Distel.

Eine Gärtnerin kam aus dem Spreewald und wollte mal sehen, wie die Städter gärtnem.
Die Spreewälderin, eine Erzieherin, erzählte, dass die Kindern Kräuter sammeln
(Löwenzahn, Giersch, Frauenmantel, Petersilie, Bohnenkraut usw.),
kleingechnitten in die Quarkspeise mischen und im Sommer Gänseblümchen-
und Phloxblüten daraufstreuen. Ein Gast empfahl ein Buch "2oo essbare Wildpflanzen".
So gab es erfreuliche Gespäche und Austausch über Pflanzen, Anbau, Pllege und Essbarkeit.
Man lernt gerne immer wieder etwas dazu.
Und manch ein Gast ging beschenkt mit einem Pflanzen-Ableger davon.

Und zudem, unsere Kinderfestaktivistinnen hatten die Idee, Kaffee, Kuchen, Getränk und
Bratwurst anzubieten. Sie standen mit ihrem Angebot am Eingang zu den Gartenwegen,
hatten Zulauf und damit Zusatzgeld fürs Kinderfest erwirtschaftet.
Und wir brauchten uns in den eigenen Gärten nicht um Getränke zu kümmern, danke!

Es war ein wunderschöner Nachmittag. Und wenn Sie uns fragen, ob wir im nächsten Jahr am
Tag der Offenen Gärten teilnehmen, kommt die Antwort: Ja, auf jeden Fall!
Und es wäre gut, wenn neben den Kolonien Bergfrieden, Lindenhain und Luisengärten
noch mehr Kolonien des Südgeländes teilnehmen würden.

Maria Zahn

Der Bezirksverband ist ab dem 15.08.2019 wieder geöffnet.
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